
Kurz gesagt: Wenn dein Google-Ads-Konto Klicks bringt, aber kaum Anfragen, liegt es fast nie am Budget. Meist sind es dieselben Einstellungsfehler: falsches Zielgebiet, fehlende Ausschlüsse, kein Conversion-Tracking und Anzeigen, die auf die falsche Seite führen. Diese Fehler lassen sich beheben, oft schon in den ersten Wochen.
Viele Unternehmer am Niederrhein kennen das: Die Kampagne läuft, Google meldet Klicks, das Geld geht vom Konto. Aber das Telefon bleibt still. Wenn wir ein bestehendes Google-Ads-Konto übernehmen, finden wir fast immer dieselben Ursachen. Hier sind die sieben häufigsten.
Fehler 1: Das Zielgebiet ist viel zu groß
Die Standardeinstellung von Google zeigt deine Anzeige nicht nur Menschen in deiner Region, sondern auch allen, die sich irgendwie für die Region "interessieren". Das klingt harmlos, führt aber oft dazu, dass ein Betrieb aus Mönchengladbach Klicks aus Bielefeld oder Münster bezahlt.
Was hilft: Zielgebiet sauber auf die Orte begrenzen, in denen du wirklich Kunden bedienst, und regelmäßig prüfen, woher die Klicks tatsächlich kommen.
Fehler 2: Keine oder zu wenige ausschließende Keywords
Wer auf "Werbung" bietet, zahlt auch für "Werbung Jobs", "Werbung kostenlos" oder "Werbung blockieren". Ohne ausschließende Keywords bezahlst du für Suchen, die nie zu einem Auftrag werden.
Was hilft: Den Bericht "Suchbegriffe" mindestens wöchentlich lesen und alles ausschließen, was nicht zu deinem Angebot passt.
Fehler 3: Kein oder falsches Conversion-Tracking
Der teuerste Fehler überhaupt. Ohne Tracking weiß weder Google noch du, welche Klicks zu Anrufen oder Anfragen geführt haben. Die automatische Gebotssteuerung optimiert dann auf Klicks, nicht auf Kunden.
Was hilft: Anrufe, Formular-Anfragen und Klicks auf die Telefonnummer sauber als Conversions erfassen und prüfen, ob die Zahlen plausibel sind.
Fehler 4: Alle Anzeigen führen auf die Startseite
Wer nach "Google Ads Betreuung" sucht, will nicht auf einer allgemeinen Startseite landen und erst suchen müssen. Jeder zusätzliche Klick kostet Anfragen.
Was hilft: Eine eigene Landingpage pro Thema, die genau das Versprechen der Anzeige aufgreift und eine klare nächste Aktion bietet: anrufen oder Termin buchen.
Fehler 5: Alles in einer Anzeigengruppe
Wenn "Website erstellen", "Google Ads" und "Plakatwerbung" in einer Gruppe stecken, kann keine Anzeige wirklich passen. Die Anzeigen werden beliebig, die Klickrate sinkt und die Klicks werden teurer.
Was hilft: Themen sauber trennen, jede Gruppe mit eigenen Keywords, eigenen Anzeigen und eigener Zielseite. Und darauf achten, dass sich die Gruppen nicht gegenseitig Suchanfragen wegnehmen.
Fehler 6: Anzeigentexte ohne Grund zum Klicken
"Ihr Partner für Qualität" sagt nichts. Gute Anzeigen sprechen das Problem des Suchenden direkt an und geben einen konkreten Grund, gerade dich anzurufen.
Was hilft: Texte, die eine Frage stellen oder ein konkretes Problem benennen, kombiniert mit einem klaren Vorteil. Und mit A/B-Tests herausfinden, was in deiner Region wirklich funktioniert.
Fehler 7: Einrichten und vergessen
Google Ads ist kein Projekt, das einmal eingerichtet wird und dann von selbst läuft. Suchverhalten, Wettbewerb und Klickpreise ändern sich laufend. Ein Konto, das monatelang niemand anschaut, wird schleichend teurer und schlechter.
Was hilft: Regelmäßige Pflege: Suchbegriffe prüfen, Gebote und Anzeigen anpassen, Tests auswerten.
Warum es fast nie am Budget liegt
Der erste Reflex ist oft: mehr Budget. Doch wenn das Konto falsch eingerichtet ist, verstärkt mehr Geld nur die Fehler. Erst wenn Zielgebiet, Keywords, Tracking und Zielseiten stimmen, lohnt es sich, das Budget zu erhöhen. Google Ads ist eine Investition, die professionelle Pflege braucht. Wer nur nebenbei ein bisschen ausprobiert, verbrennt meist Geld.
Was du jetzt tun kannst
Schau dir als Erstes den Bericht "Suchbegriffe" und die Standorte deiner Klicks an. Oft siehst du dort schon nach wenigen Minuten, wohin dein Geld fließt.
Wenn du willst, dass ein Profi drüberschaut: Wir bieten einen kostenlosen Google-Ads-Konto-Check an. Wir zeigen dir ehrlich, wo dein Konto Geld verliert und was sich ändern lässt, persönlich und aus der Region. Mehr zum Thema KI und Google Ads liest du in unserem Artikel KI statt SEA-Agentur?.

Christian Schob
Gründer & Geschäftsführer von AdAdvice. 18+ Jahre Erfahrung in Marketing, Außenwerbung und digitaler Strategie.


